Seit 1. März ist FH-Vizerektorin Martina König auch interimistische Leiterin des Instituts für Journalismus und Digitale Medien an der FH Joanneum und zeichnet somit künftig verantwortlich für die Ausbildung junger Journalistinnen und Journalisten in der Steiermark. Kurz nach ihrem Amtsantritt war sie schon bei einem Clubabend im Steirischen Presseclub zu Gast und sprach mit Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch und der jungen Journalistin und FH-Absolventin Sophie Weinhandl über ihre Pläne für die Überarbeitung des Curriculums und ihre Ideen zur Positionierung und Vernetzung des Studiengangs in und mit der Branche. „Ich habe ein echtes Erfolgsprodukt übernommen. Dennoch müssen wir das Studium dem Wandel in der Medienbranche anpassen“, so ihr Credo. Am Beginn dieses Prozesses steht nun eine ausführliche Bedarfs- und Akzeptanzanalyse, die dann in einer entsprechenden Curriculumsänderung münden soll.
Presseclub-GF Alexandra Reischl, Moderatorin Sophie Weinhandl, FH-Institutsleiterin Martina König, Presseclub-GF-Stv. Martin Novak, Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch (v. l.); Credit: Steirischer Presseclub
„Wir wollen den Studierenden ein flexibles Kompetenzpaket mitgeben“, erklärt König. Die Basis dafür sei das klassische Handwerk, das gerade in Zeiten von KI und digitalem Wandel immer wichtiger werde. „Unsere Studierenden fungieren hier als menschliche Qualitätssicherung“, ist sich die Institutsleiterin sicher. Neben der KI-Kompetenz will sie die Schwerpunkte künftig unter anderem auch auf Wirtschaftsjournalismus, Entrepreneurship und Internationalisierung legen. „Die Branche braucht mutige Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“
Zudem setzt König künftig verstärkt auf Kooperationen, unter anderem auch mit dem Steirischen Presseclub. Gemeinsam wollen wir künftig die Branche in der Steiermark stärken und noch besser vernetzten.
Roman Sommersacher, Stefan Loseries, Alexandra Reischl, Sabri Yorgun und Andreas Rieger (v. l.), Credit: Steirischer Presseclub
„Amoklauf in Graz: Kommunizieren, wenn das Wort im Hals stecken bleibt“
Wenn etwas Furchtbares passiert, erinnern wir uns oft sehr lange und sehr genau an die Situation, die Örtlichkeit oder den Moment, wie wir davon erfahren haben. Der Amoklauf in einer Grazer Schule im Juni 2025 gehört für viele Menschen zu so einem tragischen Ereignis. Neben den zahlreichen Einsatzkräften, die an diesem unvergesslichen Tag Menschen gerettet und geschützt haben, die wieder Sicherheit und Ordnung hergestellt haben, waren in ähnlicher Geschwindigkeit auch die PR-Abteilungen und Medien gefordert, um erste verifizierte Informationen und Fakten an die Öffentlichkeit zu kommunizieren und dabei unter anderem an den Opferschutz, den Umgang mit Betroffenen, polizeiliche Ermittlungen, Nachahmungstäter und den Datenschutz zu denken.
Darüber, aber auch über ihre persönlichen Eindrücke berichteten gestern (5. März 2026) bei einem Clubabend Roman Sommersacher (Stabsstelle Verwaltungs- und Krisenkommunikation Stadt Graz), Sabri Yorgun (Pressesprecher Landespolizeidirektion Steiermark) sowie Stefan Loseries (Pressesprecher-Stellvertreter, Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Steiermark). Rund 60 Interessierte waren dabei, als die drei berichteten, wie sie in dieser Ausnahmesituation über Kommunikationsmaßnahmen entschieden haben, wie die Koordination untereinander funktionierte und welche Rolle die sozialen Medien in diesem Kontext spielen.
„Wichtig ist für uns als Polizei in einer solchen Situation, kein Informationsvakuum entstehen zu lassen, aber dennoch abzuwägen, welche Informationen die Bevölkerung tatsächlich braucht“, erklärte Yorgun. Sowohl Opfer- als auch Täterschutz spielen bei diesen Überlegungen eine Rolle. Entscheidend sei auch, dass sich die einzelnen Player auf ihre tatsächlichen Zuständigkeiten konzentrieren und in ständiger Abstimmung seien. „Wir kommunizieren in solchen Krisensituationen immer nur was wir tun, nie, was wir sehen“, so Loseries vom Roten Kreuz. Nicht erst seit dem schrecklichen Amoklauf ist aber nicht nur für Sommersacher eines klar: „Jede Krise ist individuell, auf eine solche Situation kann dich kein noch so gut ausgearbeiteter Kommunikationsplan vorbereiten.“
Der Clubabend wurde gemeinsam mit dem PRVA Steiermark veranstaltet, durch den Abend führten Andreas Rieger (PRVA Steiermark) und Alexandra Reischl (Steirischer Presseclub).
Nikolaus Koller, Sigrid Hroch, Xenia Daum und Thomas Prantner (v. l.), Credit: Jorj Konstantinov
Der Steirische Presseclub feiert heuer seinen 40. Geburtstag – und startete gleich zu Jahresbeginn mit einem hochkarätig besetzten Clubabend, der für ein volles Haus sorgte.
Volles Haus beim ersten Clubabend 2026; Credit: Jorj Konstantinov
Der erste Clubabend im Jubiläumsjahr 2026 sprengte bereits alle Rekorde: Rund 70 interessierte Medienprofis waren gekommen, um die Diskussion zum Medienstandort zu verfolgen, die Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch mit ORF-Stiftungsrat Thomas Prantner und Kleine-Zeitung-Geschäftsführerin Xenia Daum führte. „Dieses Jahr wird kein leichtes für die heimischen Medien – schon 2025 war sehr turbulent“, so Daum. Prantner betonte die Bedeutung der Kooperation zwischen den heimischen Medien: „Es braucht einen Schulterschluss, vor allem in der Vermarktung.“ Auch der ORF habe hier Verantwortung für den Standort.
Spannende Podiumsdiskussion: Prantner, Daum, Hroch; Credit: Jorj Konstantinov
Die Podiumsdiskussion startete mit einer Bestandsaufnahme der österreichischen Medienszene; die Bilanz 2025 war mit Stellenabbau, Programmkürzungen und Werbegelder-Abfluss ins Ausland ja leider keine rosige. Sigrid Hroch spannte dann den Bogen von der Zukunft der Printmedien über notwendige Neuerungen im Mediengesetz bis hin zum ersten Schulterschluss ORF, VÖZ und VÖP im November 2025. Die blaue Seite sei ein Damoklesschwert, so Prantner: „Ich verstehe hier auch die Haltung des VÖZ.“ Wichtig sei jedenfalls ein Medienpolitik abseits von Parteipolitik. „Förderungen sind notwendig – am dringendsten ist aus unserer Sicht derzeit die Vertriebsförderung“, so die Diskutanten unisono.
Hochkarätig war auch das Publikum; Credit: Jorj Konstantinov
Nicht entgehen ließen sich diesen Abend unter anderem FPÖ-Klubobmann Marco Triller, Konsul Rudi Roth, die Chefredakteure Wolfgang Schaller und Roland Reischl, ORF-Landesdirektor Gerhard Koch, Kleine-Zeitung-Herausgeber Hubert Patterer, WKO-Steiermark-Pressesprecher Mario Lugger, Gerold Fraidl und Jörg Schwaiger (beide aus dem Büro LH Mario Kunasek), Kleine-Zeitung-Chefreporter Bernd Hecke, Antenne-Steiermark-GF Gottfried Bichler, Caritas-Sprecher Christian Taucher, GPA-Pressesprecher Martin Fill, Styria-Media-International-GF Klaus Schweighofer, Michael Eisner (Leiter Referat Kommunikation Land Steiermark), ASFINAG-Sprecher Walter Mocnik sowie FH-Joanneum-Vizerektorin Martina König.
Gerhard Koch, Martina König und Thomas Prantner; Credit: Jorj Konstantinov
Organisiert wurde der Abend vom Steirischen Presseclub gemeinsam mit der Österreichischen Medienakademie. „Wir haben seit 2025 eine Kooperation, bieten im Presseclub ganztägige Seminare an, die sehr gut angenommen werden – darum werden wir diese auch 2026 fortführen und starten schon am 28. Jänner mit unserem ,Moderationstraining‘ ins neue Bildungsjahr“, so Nikolaus Koller von der Österreichischen Medienakademie.
Gerade einmal neun Monate ist er im Amt, im Jänner wird in der Landwirtschaftskammer neu gewählt: Eine durchaus spannende Zeit also für den steirischen Landwirtschaftskammer-Präsidenten Andreas Steinegger, der am 27. 11. 2025 im Steirischen Presseclub bei einem Clubabend sehr authentisch Einblick in seinen fordernden Arbeitsalltag und die Lage der Bauern in der Steiermark gab. Rund 20 Interessierte waren dabei, als Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch mit Steinegger über die aktuellen Entwicklungen rund um die EU-Entwaldungsverordnung, den Umgang unserer Landwirte mit dem Klimawandel und den erfreulichen Trend, dass in der Steiermark viele junge Bauern Verantwortung für Betriebe übernehmen, diskutierte.
Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger im Gespräch mit Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch; Credit: Steirischer Presseclub
Steinegger, der seit März auf Tour ist und dabei land- und forstwirtschaftliche Betriebe sämtlicher Produktionssparten besucht hat, zog eine Zwischenbilanz: „Obwohl die bäuerlichen Betriebe so unterschiedlich sind, haben sie doch einige gemeinsame Themen, an denen wir arbeiten müssen. Das ist einerseits der hohe Lohn für Fremdarbeitskräfte, zum Beispiel im Weinbau, der Klimawandel und die unterschiedlichen Pflanzenschutzverordnungen in der EU. Hier müssen wir gleiche Bedingungen für alle erreichen.“ Ein weiteres Problem: Von 100 Euro, die der Konsument im Geschäft ausgibt, gehen gerade einmal 4 Euro an den bäuerlichen Erzeuger. „Wir müssen die bäuerlichen Familien stärken, denn sie sind das Rückgrat der Regionen“, so Steinegger.
Presseclub-Geschäftsführerin Alexandra Reischl, Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger und Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch (v. l.); Credit: Steirischer Presseclub
Fast 30 Interessierte waren gestern Abend (13.11.2025) bei einem spannenden und hochaktuellen Clubabend mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom dabei.
Seit fast einem Jahr regiert die aktuelle Blau-Schwarze Koalition in der Steiermark, ebenso lange ist Manuela Khom Landeshauptmann-Stellvertreterin. Nun zog sie bei einem bestens besuchten Clubabend im Steirischen Presseclub Bilanz über die bisherige Regierungszusammenarbeit, sprach mit Presseclub-Geschäftsführerin Alexandra Reischl über ihre wichtigsten noch anstehenden Vorhaben und beantwortete auch tagespolitische Fragen. „Ich schätze den offenen Umgang und die konstruktive Zusammenarbeit. Wir kommen in dieser Regierung oft zu schnellen Entscheidungen, das ist sehr erfreulich“, so Khom. Wichtige Punkte auf der Agenda, die so schon abgehakt werden konnten: Bezahlkarte, Deregulierung oder das Handyverbot in Schulen.
„Als Vertreterin der Wirtschaftspartei ÖVP ist es mir besonders wichtig, den Wirtschaftsstandort zu stärken. Das sichert Arbeitsplätze, garantiert unser Sozialsystem und letztlich auch den Wohlstand in unserem Bundesland“, erklärte die Landeshauptmann-Stellvertreterin. Der Weg dorthin führe über schnellere Verfahren, Entbürokratisierung und nicht zuletzt über ein starkes Europa.
Khom bekannte sich klar zum Medienstandort Steiermark. „Kritische und qualitätsvolle Medien sind ein wichtiges Korrektiv in der Demokratie.“
In der anschließenden Diskussion standen dann aktuelle Themen wie der Rücktritt Harald Mahrers und die Diskussion um die steirischen Spitalsstandorte im Mittelpunkt.
Die erfolgreiche Kooperation wird mit fünf hochkarätigen Workshops ab Jänner fortgesetzt. Clubmitglieder zahlen für alle Seminare im Presseclub nur den vergünstigten Preis.
Auch im kommenden Jahr werden wir die erfolgreiche Kooperation zwischen der Österreichischen Medienakademie und dem Steirischen Presseclub weiterführen – insgesamt fünf ganztägige Workshops wird die Medienakademie in den Räumen des Presseclubs in Graz anbieten. Mitglieder können diese Workshops wieder zum vergünstigten Preis buchen.
Am 28.1. startet das Moderationstraining mit Mag. Daniela Soykan-Tober, Moderation im Radio und TV (ORF Sport TV, Radio Wien). Das Ziel des Seminars ist es, Journalistinnen und Journalisten mit den nötigen Werkzeugen auszustatten, um professionelle und überzeugende Moderationen auf Bühnen und vor Publikum durchführen zu können. Information und Anmeldung: Moderationstraining – Österreichische Medienakademie
„Grundlagen und Praxis des Journalismus“ werden am 19.3. im Steirischen Presseclub vermittelt. Was macht im Zeitalter von KI und Social Media den Kern journalistischer Arbeit aus? In diesem Workshop geht es back to the basics: Was bedeuten Nachrichtenwert, Zielgruppe und Vertrauen im Jahr 2026 noch – und wie können wir damit besser arbeiten? Information und Anmeldung: Grundlagen und Praxis des Journalismus – Österreichische Medienakademie
Die Medienwelt verändert sich rasant – und Künstliche Intelligenz ist dabei nicht nur ein Trend, sondern ein mächtiges Werkzeug für kreative und effiziente journalistische Arbeit. Am 27.5. steht darum „Storytelling im KI-Zeitalter: Smarte Tools für moderne Journalistinnen und Journalisten“ auf dem Programm. Information und Anmeldung: Storytelling im KI-Zeitalter: Smarte Tools für moderne Journalistinnen und Journalisten –
Am 10.9. gibt es dann spannende Tipps und Informationen für Freie im Seminar „Freier Journalismus: Unternehmensgründung & Life Hacks“. Wie startet man bestmöglich in die Selbstständigkeit, worauf sollte man bei Steuern und Sozialversicherung achten und welche Life Hacks und zusätzliche Einnahmequellen gibt für freischaffende Journalistinnen & Journalisten: All das erfahren Sie in diesem Workshop. Information und Anmeldung: Freier Journalismus: Unternehmensgründung & Life Hacks – Österreichische Medienakademie
Fast 60 Interessierte kamen zur 4. Ausstellungseröffnung im Steirischen Presseclub. Gezeigt werden Werke von Riggi Hinterleitner – und damit vier Jahrzehnte steirischer Mediengeschichte.
Sie hat das Logo von GAK, „Grazer“ und „Steirer“ entworfen, war maßgeblich am Design zahlreicher steirischer (Medien-)Produkte beteiligt und hinterließ ihren kreativen Fingerabdruck nicht zuletzt auf dem von Rudi Hinterleitner 1985 gegründeten „Grazer“: Riggi Hinterleitner. „Immer, wenn wir kein Foto für eine Story hatten, hab ich halt etwas gezeichnet.“ Einen bunten Querschnitt durch ihr jahrzehntelanges Schaffen kann man ab sofort und noch bis zum Frühjahr im Steirischen Presseclub bewundern. „Mit diesem Format haben wir eine neue Vernetzungsplattform geschaffen, mit der wir wieder ganz neues Publikum in den Presseclub bringen – und durch die zahlreichen Pressekonferenzen und Veranstaltungen entsteht auch für die ausstellenden Künstler eine beeindruckende Sichtbarkeit“, so Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch. Kuratiert wurde die Ausstellung auch diesmal von der Geschäftsführerin des Grazer Kunstvereins, Tanja Gurke, die gemeinsam mit Presseclub-Geschäftsführerin Alexandra Reischl in einem launigen Gespräch durch die Laufbahn der Künstlerin, von der Klasse für dekorative Malerei in der Grazer Ortweinschule, über den Einstieg in das Atelier von Karl Neubacher bis zur frühen Gründung eines eigenen Ateliers führte. Heute ist Riggi Hinterleitner nicht nur Mitglied bei Design Austria und in der European Design Association, sondern derzeit auch bei der Grafik-Biennale in Bratislava, die noch bis Jänner 2026 läuft, mit ihren Werken vertreten.
Klaus Schweighofer, Klaus Eichberger, Claudia Unger, Riggi und Rudi Hinterleitner, Bernd Schönegger (v. l.), Credit: Christine Kipper
Rund 60 Interessierte waren bei der Vernissage im Steirischen Presseclub dabei; darunter Kultur-Stadträtin Claudia Unger, Styria-International-Geschäftsführer Klaus Schweighofer, Ankünder-Geschäftsführer Bernd Schönegger, ARBÖ-Präsident Klaus Eichberger, GEPA-Chefin Ingrid Gerencser, Spirit-of-Styria-GF Noldi Jaritz, ICS-Geschäftsführer Karl Hartleb und KOOP-Boss Robert Kals.
Volles Haus bei der 4. Vernissage im Steirischen Presseclub; Credit: Christine Kipper
Gut besucht war der Clubabend zum Thema Krisenkommunikation mit Martin Zechner
Einer der renommiertesten österreichischen Krisen-Experten gab gestern (14. 10. 2025) im Rahmen eines Clubabends sein Wissen rund um Kommunikationsstrategie und Krisenmanagement an die Mitglieder weiter.
Er ist seit mehr als 25 Jahren in der Medien- und Kommunikationsbranche tätig und hat bislang mehr als 300 Krisen- und Risikoprojekte im In- und Ausland gemanagt: Martin Zechner ist wohl einer der erfolgreichsten Krisenkommunikatoren Österreichs. Gestern war er im Rahmen eines Clubabends zum Thema „Krisenkommunikation“ zu Gast im Steirischen Presseclub; fast 25 Mitglieder ließen sich diesen Fachvortrag mit anschließender Diskussion nicht entgehen.
„Gute Krisenkommunikation ist immer eine Frage der Haltung“, so eine der wichtigsten Botschaften des Abends. Zechner startete mit Begriffs- und Verlaufsdefinitionen und gab praktische Tipps, wie man Krisen am besten meistert. So könne mit einer offensiven Kommunikationspolitik die Dauer der Krise entscheidend verkürzt werden. „In den letzten Jahren beschäftigen wir uns verstärkt mit Reputationskrisen“, so der Experte. Auch hier gelten die Regeln der Grundsätze der Krisenkommunikation: zeitnahe Reaktion, (radikale) Authentizität, Lösungs- und nicht Problemorientierung sowie Parallelität der Kommunikation. Und trotz aller Stressfaktoren gelte es auch folgendes nicht aus den Augen zu verlieren: „Eine Krise hat immer auch positive Aspekte und bietet Chancen zur Veränderung.“
Krisen-Experte Martin Zechner und Presseclub-Geschäftsführerin Alexandra Reischl; Credit: Steirischer Presseclub
Volles Haus beim ersten Clubabend nach der Sommerpause; Credit: Steirischer Presseclub
Mit einem hochspannenden Clubabend startete der Steirische Presseclub gestern (22.09.2025) in den Medienherbst: FP-Landesrat Stefan Hermann, zuständig für die Ressorts Jugend und Bildung, Gemeinden sowie Regionalentwicklung, stand rund 30 interessierten Clubmitgliedern und Journalisten Rede und Antwort. Moderatorin und Presseclub-Präsidentin spannte im Podiumsgespräch den Bogen vom Kopftuchverbot bis zur Gemeindepolitik, im Anschluss stand der Landesrat dann nicht nur für Interviews, sondern auch für den persönlichen Austausch zur Verfügung.
„Ein Ressort wie meines hat es in dieser Zusammensetzung davor in der Steiermark nicht gegeben – die ersten neun Monate waren sehr herausfordernd, aber es ist auch enorm viel weiter gegangen“, so Hermann. Besonders stolz sei man auf das Handyverbot an Schulen: „Die Steiermark war da Vorreiter.“ Es gelte nun, die Eltern mehr in die Pflicht zu nehmen, vorstellbar sei zum Beispiel ein Elternbildungspass, der mit Anreizen gekoppelt sei. „In einigen Gemeinden wird das schon angeboten und auch gut angenommen.“ Aber auch die gute Zusammenarbeit mit dem Regierungspartner ÖVP lobte der Landesrat. Besonders die Aufteilung der Gemeindezuständigkeiten in der Regierung jenseits von politischen Verhältnissen sei ein echter Meilenstein: „Das ist mit Sicherheit einer der größten Erfolge, den wir bis dato in dieser Regierung erreicht haben.“ Angesprochen auf den FP-Spitzenkandidaten für die kommende Graz-Wahl meinte Hermann: „Rene Apfelknab ist das bürgerliche Gegengewicht zur derzeitigen Stadtregierung.“
Alexandra Reischl (Presseclub-Geschäftsführerin), Landesrat Stefan Hermann, Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch (v. l.); Credit: Steirischer Presseclub
Unter dem Motto „Zukunft braucht Dialog“ lud der Steirische Presseclub zu seinem traditionellen Fest in den Hof des Priesterseminars. Mehr als 400 Vertreterinnen und Vertretern aus Medien, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren angemeldet, zahlreiche führende Vertreter aus den diversen Branchen genossen einen Abend des zwanglosen Netzwerkens.
„Unser Fest ist ein steiermarkweit einzigartiges Vernetzungstreffen von Medien, Politik, Wirtschaft, Kunst, Kultur und NGOs. Heuer haben wir dafür das Motto ,Zukunft braucht Dialog‘ gewählt; denn wir sind überzeugt davon, dass gerade herausfordernde Zeiten, wie wir sie derzeit erleben, Zusammenhalt und ein miteinander Reden brauchen. Nur gemeinsam wird es uns gelingen, als verlässlicher Partner für die Menschen in ihrem Meinungsbildungsprozess und im Kampf gegen Fake News wahrgenommen zu werden und die Transformationen zu bewältigen, mit denen wir aktuell konfrontiert sind“, erklärt Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch.
Presseclub-Geschäftsführerin Alexandra Reischl ergänzt: „Seit nunmehr 39 Jahren will der Steirische Presseclub nicht nur Vernetzungsplattform, sondern auch Impulsgeber für den Umgang mit aktuellen Themen in der Medienwelt und Servicestelle sein. Hier kommt uns die gelebte Praxis der Überparteilichkeit zugute – als unabhängiger Verein sind wir offen für alle Meinungen und versuchen, eine unvoreingenommene Gesprächskultur zu leben und möglichst viele Perspektiven in den Dialog mit einzubeziehen. Wir bieten ein Forum für Medienschaffende, in dem alle Sichtweisen ihren Platz haben.“
Unter den angemeldeten Gästen waren Landtagspräsident Gerald Deutschmann, LH-Stellvertreterin Manuela Khom, die Landesrät:innen Simone Schmiedtbauer, Karlheinz Kornhäusl sowie Willibald Ehrenhöfer, Bürgermeister-Stellvertreterin Judith Schwentner, die Stadträt:innen Claudia Schönbacher und Kurt Hohensinner, die Klubobleute Sandra Krautwaschl, Lukas Schnitzer, Hannes Schwarz, Niko Swatek, Marco Triller und Claudia Klimt-Weithaler, die Rektor:innen Andrea Kurz, Peter Riedler und Horst Bischof, AK-Präsident Josef Pesserl, Binder&Co-Vorstandsmitglieder Jörg Rosegger und Mario Stockreiter, ARBÖ-Präsident Klaus Eichberger, Steiermärkische-Sparkasse-Aufsichtsrat Georg Bucher, Caritas-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler, Energie-Steiermark-Vorstand Werner Ressi und Energie-Steiermark-Kommunikator Urs Harnik-Lauris, Eiskönig Charly Temmel, Bauernbund-Ball-Macher Franz Tonner, Opernredoute-Organisator Bernd Pürcher, Graz-Holding-CEO Wolfgang Malik, IV-Geschäftsführer Christoph Robinson, Jochen Pack (WB), GF Junge Industrie Nina Zechner, Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger, Pro-Holz-Geschäftsführer Christian Hammer, Hannes Schreiner (Technopark Raaba), Christian Scherer (Krebshilfe), AMS GF-Stv. Yvonne Popper-Pieber, Politik-Experte Heinz Wassermann, Bernd Vollmann (99ers), Immobilien-Manager Gerald Gollenz sowie die Historiker Barbara Stelzl-Marx und Stefan Karner.
Köstlich versorgt wurden die Gäste von Legenstein-Catering, die Getränke sponsorten Brau-Union, Wohlmuth-Weine und SteirerBitter. Für Abkühlung sorgte ein Charly-Temmel-Eiswagen. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Kleinen Zeitung, Kronen Zeitung, ORF Steiermark, AK, AMS, Binder&Co, IV, Joanneum Research, Katholische Kirche Steiermark, ÖGB, Raiffeisen-Landesbank Steiermark, Saubermacher, WKO, der Fachgruppe Werbung, Agentur Doppelpunkt, Österreichischen Medienakademie sowie Landeshauptmann Mario Kunasek, Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom und Bürgermeisterin Elke Kahr.