Zum Thema „Wie Künstliche Intelligenz Marketing und Kommunikation beeinflusst“ luden die Agentur josefundmaria Communications und der Steirische Presseclub am 29.09.2026 zu einem gemeinsamen Clubabend ein, mehr als 30 Interessierte aus der Branche ließen sich das nicht entgehen. In seiner Keynote zeigte Alexander Oswald, Präsident der Österreichischen Marketing-Gesellschaft und Lehrgangsleiter „KI im Marketing“ an der Werbeakademie, welche Entwicklungen die Zukunft prägen werden. „Die Frage ist: Was bleibt wertvoll? Wenn Content immer billiger wird, dann wird die Aufmerksamkeit immer teurer“, meint er.
Heribert Maria Schurz, Andreas Opelt, Alexandra Reischl, Alexander Oswald, Florian Brugger und Josef Rauch (v. l.), Credit: Erwin Scheriau
Im Anschluss an seinen Kurzvortrag diskutierte Oswald mit Florian Brugger, Abteilungsleiter KI bei der Raiffeisen-Landesbank Steiermark, und Saubermacher-Vorstandsvorsitzendem Andreas Opelt – beide Firmen nutzen KI schon in ihren Abläufen, wenn auch in völlig unterschiedlichen Bereichen. Einig war man sich darin, dass noch gar nicht klar ist, was KI wirklich kann. Brugger verglich das mit der Einführung des Elektromotors, der in der ersten Zeit nur einfache Produkte veränderte, dann aber die gesamte Wirtschaft und Gesellschaft neu definierte.
Alexander Oswald stellte die Frage: „Was bleibt wertvoll?“, Credit: Erwin Scheriau
LH-Stellvertreterin Manuela Khom (Mitte) mit Landesrat Karlheinz Kornhäusl, Alexandra Reischl, Sigrid Hroch und LR Willibald Ehrenhöfer (v. l.); Credit: Steirischer Presseclub/Martin Wiesner
Unter dem Motto „Jetzt komm!“ lud der Steirische Presseclub gemeinsam mit der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der WKO Steiermark zu seinem traditionellen Fest in den Hof des Priesterseminars. Im Rahmen des Festes wurden auch die PR-Panther-Preise sowie die Auszeichnung „Kommunikator des Jahres“ verliehen. Mehr als 500 Vertreterinnen und Vertretern aus Medien, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren angemeldet, zahlreiche führende Vertreter aus den diversen Branchen genossen einen Abend des zwanglosen Netzwerkens. Viele davon waren auch gekommen, um Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch zu ihrer neuen Position als ORF-Steiermark-Landesdirektorin zu gratulieren.
„Unser Fest ist ein steiermarkweit einzigartiges Vernetzungstreffen von Medien, Politik, Wirtschaft, Kunst, Kultur und NGOs. Ein kleiner Medienstandort wie die Steiermark braucht gesunde Konkurrenz und sinnvolle Kooperation – gerade in turbulenten Zeiten. Und genau dafür steht der Steirische Presseclub „, so Sigrid Hroch.
Eine positive Bilanz zieht auch Presseclub-Geschäftsführerin Alexandra Reischl: „Dass wir unser 40. Vereinsjahr mit einem neuen Besucherrekord beim Presseclub-Fest feiern können, ist ein starkes Zeichen für die Lebendigkeit des Steirischen Presseclubs. Möglich wurde dieser Erfolg auch durch die Kooperation mit der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der WKO Steiermark – Partnerschaften wie diese sind für uns von großer Bedeutung. Auch inhaltlich setzen wir heuer neue Akzente: Erstmals haben wir den steirischen Preis für Lokaljournalismus ‚Nah dran‘ gemeinsam mit dem Institut für Journalismus und Digitale Medien der FH JOANNEUM und der Österreichischen Medienakademie ausgelobt. Gemeinsam mit einem Mitglieder-Rekord zeigt das: Der Presseclub ist heute so aktiv, vernetzt und zukunftsorientiert wie nie zuvor.“
Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch mit Landesrat Hannes Amesbauer und Presseclub-GF Alexandra Reischl; Credit: Steirischer Presseclub/Martin Wiesner
„Die Medien sind dabei ein wichtiger Partner, umso mehr freuen wir uns als Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation, mit dem Steirischen Presseclub einen zentralen Player der steirischen Medienszene an unserer Seite zu haben“, so Fachgruppen-Obmann Thomas Zenz.
Unter den angemeldeten Gästen waren LH-Stellvertreterin Manuela Khom, die Landesrät:innen Claudia Holzer, Simone Schmiedtbauer, Stefan Hermann, Hannes Amesbauer, Karlheinz Kornhäusl sowie Willibald Ehrenhöfer, Bürgermeister-Stellvertreterin Judith Schwentner, die Stadträt:innen Claudia Unger, René Apfelknab und Kurt Hohensinner, Kleine-Zeitung-Herausgeber Hubert Patterer, Kleine-Zeitung-Chefredakteur Oliver Pokorny, APA-Chefredakteurin Ingrid Kornberger, Mein-Bezirk-Chefredakteur Roland Reischl, Spirit-of-Styria-GF Arnold Jaritz, Steierin-Chefredakteurin Lissi Stoimaier, die Rektor:innen Andrea Kurz, Peter Riedler und Georg Schulz, FH-Joanneum-Vizerektorin Martina König, Bildungsdirektorin Elisabeth Meixner, WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk und WKO-Steiermark-Direktor Karl-Heinz Dernoscheg, AK-Präsident Josef Pesserl, Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger, IV-Geschäftsführer Christoph Robinson, GF Junge Industrie Nina Zechner, Landespolizei-Direktor Gerald Ortner, AC-Styria-Geschäftsführerin Christa Zengerer, Caritas-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler, FPÖ-Landesgeschäftsführer Friedrich Scheer, NEOS-Landesgeschäftsführerin Lena Berner, SPÖ-Steiermark-Vorsitzender Max Lercher, die Klubobleute Claudia Klimt-Weithaler, Hannes Schwarz, Marco Triller sowie Lukas Schnitzer, Steiermärkische-Sparkasse-Aufsichtsrat Georg Bucher, Steiermärkische-Sparkasse-Vorständin Walburga Seidl, Binder&Co-Vorstandsmitglieder Jörg Rosegger, Top-Winzer und Spartenobmann Gerhard Wohlmuth, AMS-Steiermark-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe, Eiskönig Charly Temmel, Joanneum-Research-Geschäftsführer Heinz Mayer, Karin Winkler (GF Tierwelt Herberstein), Saubermacher Hans Roth, Honorarkonsul Rudi Roth, Felin-GF Katrin Fischer, Opernredoute-Organisator Bernd Pürcher, Martin Clemens Höfler (Prior Stift Rein), ARBÖ-Präsident Klaus Eichberger, Christian Scherer (Krebshilfe), Immobilien-Manager Gerald Gollenz, Pro-Holz-Geschäftsführer Christian Hammer sowie Ziviltechniker-Kammer-Präsident Gustav Spener.
Köstlich versorgt wurden die Gäste von Legenstein-Catering, die Getränke sponserten Brau-Union, Wohlmuth-Weine und SteirerBitter. Für Abkühlung sorgte ein Charly-Temmel-Eiswagen. Unterstützt wurde die Veranstaltung von der Kleinen Zeitung, Kronen Zeitung, ORF Steiermark, AK, AMS, Binder&Co, IV, Joanneum Research, Katholische Kirche Steiermark, ÖGB, Raiffeisen-Landesbank Steiermark, Saubermacher, WKO, Österreichischen Medienakademie sowie Landeshauptmann Mario Kunasek, Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom und Bürgermeisterin Elke Kahr.
Wolfgang Gangl (l.) und Thomas Fischer im Gespräch mit Alexandra Reischl; Credit: Foto Fischer
Der Steirische Presseclub lud gestern anlässlich seines 40. Geburtstags zu einem Clubabend mit Vernissage: Am Podium waren dabei Thomas Fischer, Innungsmeister der steirischen Berufsfotografen, und Wolfgang Gangl, einer der international renommiertesten steirischen Fotografen. Nach dem spannenden Gespräch wurde die aktuelle Ausstellung mit den Siegerbildern des Landespreises für Fotografie 2025 im Steirischen Presseclub eröffnet.
Thomas Fischer, Alexandra Reischl und Wolfgang Gangl (v. l.), Credit: Foto Fischer
Die beiden Profi-Fotografen erzählten im Gespräch mit Presseclub-Geschäftsführerin Alexandra Reischl über ihren persönlichen Werdegang, die rasanten gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen, die für die Branche ständige Veränderung bedeuten, aber auch über die demokratiepolitische Bedeutung von Fotojournalismus in Zeiten von KI.
Rund 30 Interessierte waren bei dem Clubabend dabei. Credit: Foto Fischer
Im Anschluss nahmen die rund 30 Interessierten die Ausstellung bei Häppchen und Erfrischungen die Ausstellung in Augenschein. Die Fotos sind noch bis Ende des Jahres in den Räumlichkeiten des Steirischen Presseclubs zu sehen.
Pressekonferenz zum Lokaljournalismus-Preis „Nah dran“ mit Alexandra Reischl, Martina König und Nikolaus Koller (v. l), Foto: Foto Fischer
Heute (08.06.2026) präsentierten Alexandra Reischl (Steirischer Presseclub), Martina König (FH JOANNEUM) und Nikolaus Koller (Österreichische Medienakademie) im Steirischen Presseclub den ersten steirischen Lokaljournalismus-Preis „Nah dran“, den die drei Organisationen gemeinsam ausschreiben.
Ziel des Preises ist es, herausragende journalistische Arbeiten mit Steiermarkbezug zu würdigen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf hohe Qualität, Relevanz und Verantwortung gelegt. Der Preis soll sichtbar machen, wie wichtig professioneller Lokaljournalismus für demokratische Meinungsbildung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die regionale Identität der Steiermark ist.
Gleichzeitig versteht sich der Preis als Brücke zwischen Ausbildung, Praxis und Nachwuchsförderung.
PK zum Journalistenpreis „Nah dran“
Der steirische Lokaljournalismus-Preis „Nah dran“ wird in 3 Kategorien vergeben:
– Nachwuchspreis (Preisgeld 500 Euro + 500 Euro Bildungsscheck, einlösbar bei der Österreichischen Medienakademie)
Einreichungen sind bis zum 18. September möglich.
Im Anschluss an den Einreichschluss werden die Beiträge von einer renommierten Jury bewertet. Die Preisverleihung findet am 26. November abends in der Fachhochschule JOANNEUM statt. Sämtliche Infos sowie das Einreich-Tool finden Sie unter https://nahdran.fh-joanneum.at
PK zum Journalistenpreis „Nah dran“
„Die FH JOANNEUM freut sich, als Mitinitiatorin bei der Einführung des steirischen Journalismus-Preises zu fungieren, denn ein solcher Preis schafft Anreize für qualitativ hochwertigen Journalismus und stärkt die Bedeutung fundierter, regionaler Berichterstattung. Gleichzeitig setzt er ein wichtiges Zeichen für die Förderung und Wertschätzung des Lokaljournalismus als unverzichtbaren Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Mit ihrem Institut für Journalismus und Digitale Medien leistet die FH JOANNEUM zudem einen wesentlichen Beitrag zur praxisnahen und zukunftsorientierten Ausbildung von Journalist*innen“, so Martina König, interimistische Leiterin des Instituts für Journalismus und Digitale Medien sowie Vizerektorin der FH JOANNEUM.
PK zum Journalistenpreis „Nah dran“
Medienakademie-Geschäftsführer Nikolaus Koller ergänzt: „Wir machen guten Journalismus besser, so lautet der Slogan der Österreichischen Medienakademie. Mit der Teilnahme an diesem Preis wollen wir guten Journalismus auch sichtbarer machen. Regionaljournalismus hat einen besonderen Stellenwert: Er ist buchstäblich ,nah dran‘. Gerade in herausfordernden Zeiten unterstützen wir gerne jede Aktion, ihn zu stärken. Daher engagieren wir uns ganz bewusst bei diesem Preis.“
„Die Idee zu dem Preis entstand anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums des Steirischen Presseclubs im heurigen Jahr. Für uns als steirische Institution hat der Lokaljournalismus einen besonderen Stellenwert, denn fast alle unsere Mitglieder kommen aus diesem Umfeld. Und obwohl gerade regionale Berichterstattung die Menschen erfahrungsgemäß am meisten interessiert, erfährt der Lokaljournalismus manchmal nicht die Wertschätzung, die er verdient. Das wollen wir mit diesem Preis ändern und herausragende lokale Berichterstattung vor den Vorhang holen“, erklärt Presseclub-Geschäftsführerin Alexandra Reischl.
Auch der zweite Clubabend zur bevorstehenden Graz-Wahl am 28. Juni mit den (Spitzen-)Kandidaten der Rathaus-Koalition lockte gestern (26.05.2026) mehr als 30 Interessierte in den Steirischen Presseclub.
Alexandra Reischl (Presseclub-Geschäftsführerin) , Michael Kloiber (Kleine Zeitung), Philipp Pointner (NEOS), Michael Winter (KFG), Kurt Hohensinner (ÖVP), René Apfelknab (FPÖ) und Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch (v. l.); Credit: Steirischer Presseclub
FPÖ-Spitzenkandidat René Apfelknab, Stadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP), NEOS-Spitzenkandidat Philipp Pointner sowie Michael Winter (KFG, in Vertretung von Stadträtin Claudia Schönbacher) standen Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch und Kleine-Zeitung-Redakteur Michael Kloiber Rede und Antwortzu aktuellen Themen rund um ihre Pläne für die steirische Landeshauptstadt. In etlichen Punkte war man da einer Meinung: „Verkehr, Finanzen und Bildung“ wurden von allen Diskutanten als wichtigste Punkte für die kommende Regierungsperiode genannt. Sehr pointiert dazu das Statement von Winter: „Wir wollen die linkslinke Mehrheit brechen und den angerichteten Schaden durch Verkehrschaos, Schuldenchaos und Stadionlüge reparieren.“ Hohensinner betonte, man müsse Gesamtkonzepte verfolgen. „Wir wollen die Innenstadt attraktivieren, indem wir die Oberflächen freimachen und den Verkehr unter die Erde bringen. Und wir wollen auch die Randbezirke mitdenken: So fehlen zum Beispiel in Ries noch an sehr vielen Stellen Gehsteige.“ Pointner will den Fokus auf die Innenstadt legen: „Sie soll das schönste Einkaufszentrum sein und verfügt auch über einen attraktiven Branchenmix.“ Dazu brauche es aber ein Parkleit-System, „über dass wir übrigens seit den 90er-Jahren diskutieren“. Weitere Anliegen sind ihm der S-Bahn-Tunnel und die Verlängerung der Öffis über die Stadtgrenzen hinaus. „Und die Annenstraße hat durch die Koralmbahn eine Jahrhundertchance: Wenn wir hier eine Allee bis zum Eisernen Tor schaffen, sorgt das nicht nur für Kühlung, sondern bringt uns auch die Menschen dorthin.“
Apfelknab wünscht sich „Parkhäuser rund um die Stadt“ und hat konkrete Ideen für die Budgetkonsolidierung: „Bei der Verwaltung und den Förderungen haben wir großes Einsparungspotenzial.“
Weiters diskutiert wurden die Stadionfrage, das Thema Sicherheit in Graz sowie der größte Gegner aller Kandidaten, die geringe Wahlbeteiligung.
Der erste Clubabend zur bevorstehenden Graz-Wahl am 28. Juni mit den Spitzenkandidatinnen der Rathaus-Koalition lockte gestern (11.05.2026) rund 40 Interessierte in den Steirischen Presseclub.
Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ), Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Die Grünen) und SPÖ-Spitzenkandidatin Doris Kampus standen Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch und Krone-Redakteurin Hannah Michaeler Rede und Antwortzu aktuellen Themen rund um ihre Pläne für die steirische Landeshauptstadt. Die Bilanz der laufenden Regierungsperiode fiel bei allen dreien durchwegs positiv aus, besonders gut bewerten sie den wertschätzenden Umgang und die Gesprächskultur in der Koalition.
Alexandra Reischl (Presseclub-Geschäftsführerin) , Doris Kampus (SPÖ), KP-Bürgermeisterin Elke Kahr, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Die Grünen), Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch und Hannah Michaeler (Kronen Zeitung) (v. l.); Credit: Steirischer Presseclub
Beim Thema Verkehr war man sich dann nicht mehr ganz einig. Schwentner betonte: „Wir müssen den Straßenraum fair verteilen und uns für die Klimaerwärmung aufstellen.“ Kampus ist wichtig, „auch das Grazer Umland in die Verkehrsplanung mit einzubeziehen, vor allem mit mehr Park&Ride-Möglichkeiten“. Auch reiche es nicht, dass die Koralm-Bahn den Tourismus ankurble. „Auch der Wirtschaftsmotor muss anspringen.“ Man sei mit allen großen Grazer Unternehmen wie Siemens, AVL und Magna in ständigem Austausch, betonte Kahr: „Dabei ist uns wichtig, dass es den Unternehmen, aber auch den Arbeitern und Angestellten gut geht. Und wir müssen auch auf die Klein- und Mittelbetriebe in Graz schauen.“
Weiters diskutiert wurden die Themen Stadion-Neubau, Gesundheit und Pflege sowie Klima. Zum Abschluss baten die Moderatorinnen die Spitzenkandidatinnen dann noch um eine persönliche Prognose. „Wir verteidigen diese Koalition, weil viele Grazerinnen und Grazer sich wünschen, dass wir weitermachen“, meinte Kahr. In die gleiche Kerbe schlägt auch Schwentner: „Wir haben in dieser Periode die Weichen gestellt, jetzt wollen wir weiterarbeiten.“ Und auch Kampus würde die Koalition gern fortführen, wünscht sich jedoch für die kommende Periode einen Sitz im Stadtsenat: „Um für ein Thema wirklich die Verantwortung übernehmen zu können.“
Spannende Bestandsaufnahme und neuer Besucherrekord beim Clubabend „Runde der Chefredakteure“; Fotos: Steirischer Presseclub/Jorj Konstantinov
Rund 75 interessierte Profis aus der steirischen Medienszene füllten gestern (06.05.2026) den Steirischen Presseclub bei der traditionellen „Runde der Chefredakteure“ – ein absoluter Rekord in der Geschichte dieser Veranstaltungsschiene.
Die Chefredakteure Oliver Pokorny (Kleine Zeitung), Klaus Herrmann (Steirerkrone) und Wolfgang Schaller (ORF Steiermark) standen dabei der Moderatorin des Abends, Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch, Rede und Antwortzu aktuellen Themen rund um den Medienstandort Steiermark. „Die Branche hat ein Problem in Sachen Krisenbewältigung. Unser derzeitiges Geschäftsmodell erodiert komplett, die Medienbranche zeigt sich im Moment extrem disruptiv und volatil“, konstatierte Pokorny gleich zu Beginn. Etwas gemäßigter sah das Wolfgang Schaller: „Journalismus verändert sich gerade, so, wie die gesamte Arbeitswelt. Aber ich gehe davon aus, dass wir es überleben; denn regionaler Content wird die Menschen immer interessieren.“ Ähnlich die Bestandsaufnahme von Herrmann: „Menschen und einzigartige Inhalte sind das Erfolgsrezept. Und Journalisten werden wir immer brauchen, egal, wie das Medium aussieht.“
Diskutiert wurde auch über Wege, die Vertrauenskrise in den Journalismus zu bekämpfen, neue Ausbildungswege und Arbeitsweisen für Journalisten, notwendige Qualitätsrichtlinien und zukünftige Informationskanäle. Einig war man sich aber in einem Punkt: „Die Politik ist dringend gefordert, den Medienstandort Österreich und Europa zu schützen.“
Im Publikum waren an diesem Abend unter anderem auch Neo-ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl, der steirische FPÖ-Klubobmann Marco Triller, Klubobfrau Sandra Krautwaschl (Die Grünen Steiermark), Christoph Robinson und Nina Zechner (IV-Steiermark-Geschäftsführung), AC-Styria-Geschäftsführerin Christa Zengerer, FH-Joanneum-Vizerektorin Martina König, Steiermärkische-Sparkasse-Vorständin Walburga Seidl, Sportamts-Leiter Thomas Rajakovics, Styria-International-Geschäftsführer Klaus Schweighofer sowie Werbeguru Heimo Lercher.
Seit 1. März ist FH-Vizerektorin Martina König auch interimistische Leiterin des Instituts für Journalismus und Digitale Medien an der FH Joanneum und zeichnet somit künftig verantwortlich für die Ausbildung junger Journalistinnen und Journalisten in der Steiermark. Kurz nach ihrem Amtsantritt war sie schon bei einem Clubabend im Steirischen Presseclub zu Gast und sprach mit Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch und der jungen Journalistin und FH-Absolventin Sophie Weinhandl über ihre Pläne für die Überarbeitung des Curriculums und ihre Ideen zur Positionierung und Vernetzung des Studiengangs in und mit der Branche. „Ich habe ein echtes Erfolgsprodukt übernommen. Dennoch müssen wir das Studium dem Wandel in der Medienbranche anpassen“, so ihr Credo. Am Beginn dieses Prozesses steht nun eine ausführliche Bedarfs- und Akzeptanzanalyse, die dann in einer entsprechenden Curriculumsänderung münden soll.
Presseclub-GF Alexandra Reischl, Moderatorin Sophie Weinhandl, FH-Institutsleiterin Martina König, Presseclub-GF-Stv. Martin Novak, Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch (v. l.); Credit: Steirischer Presseclub
„Wir wollen den Studierenden ein flexibles Kompetenzpaket mitgeben“, erklärt König. Die Basis dafür sei das klassische Handwerk, das gerade in Zeiten von KI und digitalem Wandel immer wichtiger werde. „Unsere Studierenden fungieren hier als menschliche Qualitätssicherung“, ist sich die Institutsleiterin sicher. Neben der KI-Kompetenz will sie die Schwerpunkte künftig unter anderem auch auf Wirtschaftsjournalismus, Entrepreneurship und Internationalisierung legen. „Die Branche braucht mutige Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“
Zudem setzt König künftig verstärkt auf Kooperationen, unter anderem auch mit dem Steirischen Presseclub. Gemeinsam wollen wir künftig die Branche in der Steiermark stärken und noch besser vernetzten.
Roman Sommersacher, Stefan Loseries, Alexandra Reischl, Sabri Yorgun und Andreas Rieger (v. l.), Credit: Steirischer Presseclub
„Amoklauf in Graz: Kommunizieren, wenn das Wort im Hals stecken bleibt“
Wenn etwas Furchtbares passiert, erinnern wir uns oft sehr lange und sehr genau an die Situation, die Örtlichkeit oder den Moment, wie wir davon erfahren haben. Der Amoklauf in einer Grazer Schule im Juni 2025 gehört für viele Menschen zu so einem tragischen Ereignis. Neben den zahlreichen Einsatzkräften, die an diesem unvergesslichen Tag Menschen gerettet und geschützt haben, die wieder Sicherheit und Ordnung hergestellt haben, waren in ähnlicher Geschwindigkeit auch die PR-Abteilungen und Medien gefordert, um erste verifizierte Informationen und Fakten an die Öffentlichkeit zu kommunizieren und dabei unter anderem an den Opferschutz, den Umgang mit Betroffenen, polizeiliche Ermittlungen, Nachahmungstäter und den Datenschutz zu denken.
Darüber, aber auch über ihre persönlichen Eindrücke berichteten gestern (5. März 2026) bei einem Clubabend Roman Sommersacher (Stabsstelle Verwaltungs- und Krisenkommunikation Stadt Graz), Sabri Yorgun (Pressesprecher Landespolizeidirektion Steiermark) sowie Stefan Loseries (Pressesprecher-Stellvertreter, Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Steiermark). Rund 60 Interessierte waren dabei, als die drei berichteten, wie sie in dieser Ausnahmesituation über Kommunikationsmaßnahmen entschieden haben, wie die Koordination untereinander funktionierte und welche Rolle die sozialen Medien in diesem Kontext spielen.
„Wichtig ist für uns als Polizei in einer solchen Situation, kein Informationsvakuum entstehen zu lassen, aber dennoch abzuwägen, welche Informationen die Bevölkerung tatsächlich braucht“, erklärte Yorgun. Sowohl Opfer- als auch Täterschutz spielen bei diesen Überlegungen eine Rolle. Entscheidend sei auch, dass sich die einzelnen Player auf ihre tatsächlichen Zuständigkeiten konzentrieren und in ständiger Abstimmung seien. „Wir kommunizieren in solchen Krisensituationen immer nur was wir tun, nie, was wir sehen“, so Loseries vom Roten Kreuz. Nicht erst seit dem schrecklichen Amoklauf ist aber nicht nur für Sommersacher eines klar: „Jede Krise ist individuell, auf eine solche Situation kann dich kein noch so gut ausgearbeiteter Kommunikationsplan vorbereiten.“
Der Clubabend wurde gemeinsam mit dem PRVA Steiermark veranstaltet, durch den Abend führten Andreas Rieger (PRVA Steiermark) und Alexandra Reischl (Steirischer Presseclub).