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Presseclub, FH Joanneum und Österreichische Medienakademie schreiben den 1. steirischen Lokaljournalismus-Preis aus

Pressekonferenz zum Lokaljournalismus-Preis „Nah dran“ mit Alexandra Reischl, Martina König und Nikolaus Koller (v. l), Foto: Foto Fischer

Heute (08.06.2026) präsentierten Alexandra Reischl (Steirischer Presseclub), Martina König (FH JOANNEUM) und Nikolaus Koller (Österreichische Medienakademie) im Steirischen Presseclub den ersten steirischen Lokaljournalismus-Preis „Nah dran“, den die drei Organisationen gemeinsam ausschreiben.

Ziel des Preises ist es, herausragende journalistische Arbeiten mit Steiermarkbezug zu würdigen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf hohe Qualität, Relevanz und Verantwortung gelegt. Der Preis soll sichtbar machen, wie wichtig professioneller Lokaljournalismus für demokratische Meinungsbildung, gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die regionale Identität der Steiermark ist. 

Gleichzeitig versteht sich der Preis als Brücke zwischen Ausbildung, Praxis und Nachwuchsförderung.

PK zum Journalistenpreis „Nah dran“

Der steirische Lokaljournalismus-Preis „Nah dran“ wird in 3 Kategorien vergeben:

–            Lokale Berichterstattung (Preisgeld 1.000 Euro)

–            Wirtschaftsberichterstattung (Preisgeld 1.000 Euro)

–            Nachwuchspreis (Preisgeld 500 Euro + 500 Euro Bildungsscheck, einlösbar bei der Österreichischen Medienakademie)

Einreichungen sind bis zum 18. September möglich. 

Im Anschluss an den Einreichschluss werden die Beiträge von einer renommierten Jury bewertet. Die Preisverleihung findet am 26. November abends in der Fachhochschule JOANNEUM statt. Sämtliche Infos sowie das Einreich-Tool finden Sie unter  https://nahdran.fh-joanneum.at      

PK zum Journalistenpreis „Nah dran“

„Die FH JOANNEUM freut sich, als Mitinitiatorin bei der Einführung des steirischen Journalismus-Preises zu fungieren, denn ein solcher Preis schafft Anreize für qualitativ hochwertigen Journalismus und stärkt die Bedeutung fundierter, regionaler Berichterstattung. Gleichzeitig setzt er ein wichtiges Zeichen für die Förderung und Wertschätzung des Lokaljournalismus als unverzichtbaren Bestandteil einer lebendigen Demokratie. Mit ihrem Institut für Journalismus und Digitale Medien leistet die FH JOANNEUM zudem einen wesentlichen Beitrag zur praxisnahen und zukunftsorientierten Ausbildung von Journalist*innen“, so Martina König, interimistische Leiterin des Instituts für Journalismus und Digitale Medien sowie Vizerektorin der FH JOANNEUM.

PK zum Journalistenpreis „Nah dran“

Medienakademie-Geschäftsführer Nikolaus Koller ergänzt: „Wir machen guten Journalismus besser,  so lautet der Slogan der Österreichischen Medienakademie. Mit der Teilnahme an diesem Preis wollen wir guten Journalismus auch sichtbarer machen. Regionaljournalismus hat einen besonderen Stellenwert: Er ist buchstäblich ,nah dran‘. Gerade in herausfordernden Zeiten unterstützen wir gerne jede Aktion, ihn zu stärken. Daher engagieren wir uns ganz bewusst bei diesem Preis.“

„Die Idee zu dem Preis entstand anlässlich des 40-Jahr-Jubiläums des Steirischen Presseclubs im heurigen Jahr. Für uns als steirische Institution hat der Lokaljournalismus einen besonderen Stellenwert, denn fast alle unsere Mitglieder kommen aus diesem Umfeld. Und obwohl gerade regionale Berichterstattung die Menschen erfahrungsgemäß am meisten interessiert, erfährt der Lokaljournalismus manchmal nicht die Wertschätzung, die er verdient. Das wollen wir mit diesem Preis ändern und herausragende lokale Berichterstattung vor den Vorhang holen“, erklärt Presseclub-Geschäftsführerin Alexandra Reischl.

Unterstützt wird der Preis von: 

Energie Steiermark

Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom

Industriellenvereinigung Steiermark

WKO Steiermark

Arbeiterkammer Steiermark

GRAWE

AC Styria

proHolz Steiermark

Stadt Graz

Steiermark Tourismus

Angeregte Diskussionen beim Clubabend zur Graz-Wahl mit der Opposition

Auch der zweite Clubabend zur bevorstehenden Graz-Wahl am 28. Juni mit den (Spitzen-)Kandidaten der Rathaus-Koalition lockte gestern (26.05.2026) mehr als 30 Interessierte in den Steirischen Presseclub.

Alexandra Reischl (Presseclub-Geschäftsführerin) , Michael Kloiber (Kleine Zeitung), Philipp Pointner (NEOS), Michael Winter (KFG), Kurt Hohensinner (ÖVP), René Apfelknab (FPÖ) und Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch (v. l.); Credit: Steirischer Presseclub

FPÖ-Spitzenkandidat René Apfelknab, Stadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP), NEOS-Spitzenkandidat Philipp Pointner sowie Michael Winter (KFG, in Vertretung von Stadträtin Claudia Schönbacher) standen Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch und Kleine-Zeitung-Redakteur Michael Kloiber Rede und Antwortzu aktuellen Themen rund um ihre Pläne für die steirische Landeshauptstadt. In etlichen Punkte war man da einer Meinung: „Verkehr, Finanzen und Bildung“ wurden von allen Diskutanten als wichtigste Punkte für die kommende Regierungsperiode genannt. Sehr pointiert dazu das Statement von Winter: „Wir wollen die linkslinke Mehrheit brechen und den angerichteten Schaden durch Verkehrschaos, Schuldenchaos und Stadionlüge reparieren.“ Hohensinner betonte, man müsse Gesamtkonzepte verfolgen. „Wir wollen die Innenstadt attraktivieren, indem wir die Oberflächen freimachen und den Verkehr unter die Erde bringen. Und wir wollen auch die Randbezirke mitdenken: So fehlen zum Beispiel in Ries noch an sehr vielen Stellen Gehsteige.“  Pointner will den Fokus auf die Innenstadt legen: „Sie soll das schönste Einkaufszentrum sein und verfügt auch über einen attraktiven Branchenmix.“ Dazu brauche es aber ein Parkleit-System, „über dass wir übrigens seit den 90er-Jahren diskutieren“. Weitere Anliegen sind ihm der S-Bahn-Tunnel und die Verlängerung der Öffis über die Stadtgrenzen hinaus. „Und die Annenstraße hat durch die Koralmbahn eine Jahrhundertchance: Wenn wir hier eine Allee bis zum Eisernen Tor schaffen, sorgt das nicht nur für Kühlung, sondern bringt uns auch die Menschen dorthin.“

Apfelknab wünscht sich „Parkhäuser rund um die Stadt“ und hat konkrete Ideen für die Budgetkonsolidierung: „Bei der Verwaltung und den Förderungen haben wir großes Einsparungspotenzial.“

Weiters diskutiert wurden die Stadionfrage, das Thema Sicherheit in Graz sowie der größte Gegner aller Kandidaten, die geringe Wahlbeteiligung.

Spannender Clubabend zur Graz-Wahl mit der Rathauskoalition

Der erste Clubabend zur bevorstehenden Graz-Wahl am 28. Juni mit den Spitzenkandidatinnen der Rathaus-Koalition lockte gestern (11.05.2026) rund 40 Interessierte in den Steirischen Presseclub.

Bürgermeisterin Elke Kahr (KPÖ), Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Die Grünen) und SPÖ-Spitzenkandidatin Doris Kampus standen Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch und Krone-Redakteurin Hannah Michaeler Rede und Antwortzu aktuellen Themen rund um ihre Pläne für die steirische Landeshauptstadt. Die Bilanz der laufenden Regierungsperiode fiel bei allen dreien durchwegs positiv aus, besonders gut bewerten sie den wertschätzenden Umgang und die Gesprächskultur in der Koalition. 

Alexandra Reischl (Presseclub-Geschäftsführerin) , Doris Kampus (SPÖ),  KP-Bürgermeisterin Elke Kahr, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Die Grünen), Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch und Hannah Michaeler (Kronen Zeitung) (v. l.); Credit: Steirischer Presseclub

Beim Thema Verkehr war man sich dann nicht mehr ganz einig. Schwentner betonte: „Wir müssen den Straßenraum fair verteilen und uns für die Klimaerwärmung aufstellen.“ Kampus ist wichtig, „auch das Grazer Umland in die Verkehrsplanung mit einzubeziehen, vor allem mit mehr Park&Ride-Möglichkeiten“. Auch reiche es nicht, dass die Koralm-Bahn den Tourismus ankurble. „Auch der Wirtschaftsmotor muss anspringen.“ Man sei mit allen großen Grazer Unternehmen wie Siemens, AVL und Magna in ständigem Austausch, betonte Kahr: „Dabei ist uns wichtig, dass es den Unternehmen, aber auch den Arbeitern und Angestellten gut geht. Und wir müssen auch auf die Klein- und Mittelbetriebe in Graz schauen.“

Weiters diskutiert wurden die Themen Stadion-Neubau, Gesundheit und Pflege sowie Klima. Zum Abschluss baten die Moderatorinnen die Spitzenkandidatinnen dann noch um eine persönliche Prognose. „Wir verteidigen diese Koalition, weil viele Grazerinnen und Grazer sich wünschen, dass wir weitermachen“, meinte Kahr. In die gleiche Kerbe schlägt auch Schwentner: „Wir haben in dieser Periode die Weichen gestellt, jetzt wollen wir weiterarbeiten.“ Und auch Kampus würde die Koalition gern fortführen, wünscht sich jedoch für die kommende Periode einen Sitz im Stadtsenat: „Um für ein Thema wirklich die Verantwortung übernehmen zu können.“ 

Clubabend „Runde der Chefredakteuren“ 2026

Spannende Bestandsaufnahme und neuer Besucherrekord beim Clubabend „Runde der Chefredakteure“; Fotos: Steirischer Presseclub/Jorj Konstantinov

Rund 75 interessierte Profis aus der steirischen Medienszene füllten gestern (06.05.2026) den Steirischen Presseclub bei der traditionellen „Runde der Chefredakteure“ – ein absoluter Rekord in der Geschichte dieser Veranstaltungsschiene.

Die Chefredakteure Oliver Pokorny (Kleine Zeitung), Klaus Herrmann (Steirerkrone) und Wolfgang Schaller (ORF Steiermark)  standen dabei der Moderatorin des Abends, Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch, Rede und Antwortzu aktuellen Themen rund um den Medienstandort Steiermark. „Die Branche hat ein Problem in Sachen Krisenbewältigung. Unser derzeitiges Geschäftsmodell erodiert komplett, die Medienbranche zeigt sich im Moment extrem disruptiv und volatil“, konstatierte Pokorny gleich zu Beginn. Etwas gemäßigter sah das Wolfgang Schaller: „Journalismus verändert sich gerade, so, wie die gesamte Arbeitswelt. Aber ich gehe davon aus, dass wir es überleben; denn regionaler Content wird die Menschen immer interessieren.“ Ähnlich die Bestandsaufnahme von Herrmann: „Menschen und einzigartige Inhalte sind das Erfolgsrezept. Und Journalisten werden wir immer brauchen, egal, wie das Medium aussieht.“

Diskutiert wurde auch über Wege, die Vertrauenskrise in den Journalismus zu bekämpfen, neue Ausbildungswege und Arbeitsweisen für Journalisten, notwendige Qualitätsrichtlinien und zukünftige Informationskanäle. Einig war man sich aber in einem Punkt: „Die Politik ist dringend gefordert, den Medienstandort Österreich und Europa zu schützen.“

Im Publikum waren an diesem Abend unter anderem auch Neo-ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl, der steirische FPÖ-Klubobmann Marco Triller, Klubobfrau Sandra Krautwaschl (Die Grünen Steiermark), Christoph Robinson und Nina Zechner (IV-Steiermark-Geschäftsführung), AC-Styria-Geschäftsführerin Christa Zengerer, FH-Joanneum-Vizerektorin Martina König, Steiermärkische-Sparkasse-Vorständin Walburga Seidl, Sportamts-Leiter Thomas Rajakovics, Styria-International-Geschäftsführer Klaus Schweighofer sowie Werbeguru Heimo Lercher.

Clubabend mit der neuen Institutsleiterin „Journalismus und Digitale Medien“ Martina König

Seit 1. März ist FH-Vizerektorin Martina König auch interimistische Leiterin des Instituts für Journalismus und Digitale Medien an der FH Joanneum und zeichnet somit künftig verantwortlich für die Ausbildung junger Journalistinnen und Journalisten in der Steiermark. Kurz nach ihrem Amtsantritt war sie schon bei einem Clubabend im Steirischen Presseclub zu Gast und sprach mit Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch und der jungen Journalistin und FH-Absolventin Sophie Weinhandl über ihre Pläne für die Überarbeitung des Curriculums und ihre Ideen zur Positionierung und Vernetzung des Studiengangs in und mit der Branche. „Ich habe ein echtes Erfolgsprodukt übernommen. Dennoch müssen wir das Studium dem Wandel in der Medienbranche anpassen“, so ihr Credo. Am Beginn dieses Prozesses steht nun eine ausführliche Bedarfs- und Akzeptanzanalyse, die dann in einer entsprechenden Curriculumsänderung münden soll. 

Presseclub-GF Alexandra Reischl, Moderatorin Sophie Weinhandl, FH-Institutsleiterin Martina König, Presseclub-GF-Stv. Martin Novak, Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch (v. l.); Credit: Steirischer Presseclub

„Wir wollen den Studierenden ein flexibles Kompetenzpaket mitgeben“, erklärt König. Die Basis dafür sei das klassische Handwerk, das gerade in Zeiten von KI und digitalem Wandel immer wichtiger werde. „Unsere Studierenden fungieren hier als menschliche Qualitätssicherung“, ist sich die Institutsleiterin sicher. Neben der KI-Kompetenz will sie die Schwerpunkte künftig unter anderem auch auf Wirtschaftsjournalismus, Entrepreneurship und Internationalisierung legen. „Die Branche braucht mutige Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“

Zudem setzt König künftig verstärkt auf Kooperationen, unter anderem auch mit dem Steirischen Presseclub. Gemeinsam wollen wir künftig die Branche in der Steiermark stärken und noch besser vernetzten.

Großes Interesse am Clubabend mit Sprechern der Einsatzorganisationen

Roman Sommersacher, Stefan Loseries, Alexandra Reischl, Sabri Yorgun und Andreas Rieger (v. l.), Credit: Steirischer Presseclub

„Amoklauf in Graz: Kommunizieren, wenn das Wort im Hals stecken bleibt“

Wenn etwas Furchtbares passiert, erinnern wir uns oft sehr lange und sehr genau an die Situation, die Örtlichkeit oder den Moment, wie wir davon erfahren haben. Der Amoklauf in einer Grazer Schule im Juni 2025 gehört für viele Menschen zu so einem tragischen Ereignis. Neben den zahlreichen Einsatzkräften, die an diesem unvergesslichen Tag Menschen gerettet und geschützt haben, die wieder Sicherheit und Ordnung hergestellt haben, waren in ähnlicher Geschwindigkeit auch die PR-Abteilungen und Medien gefordert, um erste verifizierte Informationen und Fakten an die Öffentlichkeit zu kommunizieren und dabei unter anderem an den Opferschutz, den Umgang mit Betroffenen, polizeiliche Ermittlungen, Nachahmungstäter und den Datenschutz zu denken.

Darüber, aber auch über ihre persönlichen Eindrücke berichteten gestern (5. März 2026) bei einem Clubabend Roman Sommersacher (Stabsstelle Verwaltungs- und Krisenkommunikation Stadt Graz), Sabri Yorgun (Pressesprecher Landespolizeidirektion Steiermark) sowie Stefan Loseries (Pressesprecher-Stellvertreter, Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Steiermark). Rund 60 Interessierte waren dabei, als die drei berichteten, wie sie in dieser Ausnahmesituation über Kommunikationsmaßnahmen entschieden haben, wie die Koordination untereinander funktionierte und welche Rolle die sozialen Medien in diesem Kontext spielen. 

„Wichtig ist für uns als Polizei in einer solchen Situation, kein Informationsvakuum entstehen zu lassen, aber dennoch abzuwägen, welche Informationen die Bevölkerung tatsächlich braucht“, erklärte Yorgun. Sowohl Opfer- als auch Täterschutz spielen bei diesen Überlegungen eine Rolle. Entscheidend sei auch, dass sich die einzelnen Player auf ihre tatsächlichen Zuständigkeiten konzentrieren und in ständiger Abstimmung seien. „Wir kommunizieren in solchen Krisensituationen immer nur was wir tun, nie, was wir sehen“, so Loseries vom Roten Kreuz. Nicht erst seit dem schrecklichen Amoklauf ist aber nicht nur für Sommersacher eines klar: „Jede Krise ist individuell, auf eine solche Situation kann dich kein noch so gut ausgearbeiteter Kommunikationsplan vorbereiten.“

Der Clubabend wurde gemeinsam mit dem PRVA Steiermark veranstaltet, durch den Abend führten Andreas Rieger (PRVA Steiermark) und Alexandra Reischl (Steirischer Presseclub).

Spannender Auftakt zum Jubiläumsjahr des Steirischen Presseclubs

Nikolaus Koller, Sigrid Hroch, Xenia Daum und Thomas Prantner (v. l.), Credit: Jorj Konstantinov

Der Steirische Presseclub feiert heuer seinen 40. Geburtstag – und startete gleich zu Jahresbeginn mit einem hochkarätig besetzten Clubabend, der für ein volles Haus sorgte.

Volles Haus beim ersten Clubabend 2026; Credit: Jorj Konstantinov

Der erste Clubabend im Jubiläumsjahr 2026 sprengte bereits alle Rekorde: Rund 70 interessierte Medienprofis waren gekommen, um die Diskussion zum Medienstandort zu verfolgen, die Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch mit ORF-Stiftungsrat Thomas Prantner und Kleine-Zeitung-Geschäftsführerin Xenia Daum führte. „Dieses Jahr wird kein leichtes für die heimischen Medien – schon 2025 war sehr turbulent“, so Daum. Prantner betonte die Bedeutung der Kooperation zwischen den heimischen Medien: „Es braucht einen Schulterschluss, vor allem in der Vermarktung.“ Auch der ORF habe hier Verantwortung für den Standort.

Spannende Podiumsdiskussion: Prantner, Daum, Hroch; Credit: Jorj Konstantinov

Die Podiumsdiskussion startete mit einer Bestandsaufnahme der österreichischen Medienszene; die Bilanz 2025 war mit Stellenabbau, Programmkürzungen und Werbegelder-Abfluss ins Ausland ja leider keine rosige. Sigrid Hroch spannte dann den Bogen von der Zukunft der Printmedien über notwendige Neuerungen im Mediengesetz bis hin zum ersten Schulterschluss ORF, VÖZ und VÖP im November 2025. Die blaue Seite sei ein Damoklesschwert, so Prantner: „Ich verstehe hier auch die Haltung des VÖZ.“ Wichtig sei jedenfalls ein Medienpolitik abseits von Parteipolitik. „Förderungen sind notwendig – am dringendsten ist aus unserer Sicht derzeit die Vertriebsförderung“, so die Diskutanten unisono.

Hochkarätig war auch das Publikum; Credit: Jorj Konstantinov

Nicht entgehen ließen sich diesen Abend unter anderem FPÖ-Klubobmann Marco Triller, Konsul Rudi Roth, die Chefredakteure Wolfgang Schaller und Roland Reischl, ORF-Landesdirektor Gerhard Koch, Kleine-Zeitung-Herausgeber Hubert Patterer, WKO-Steiermark-Pressesprecher Mario Lugger, Gerold Fraidl und Jörg Schwaiger (beide aus dem Büro LH Mario Kunasek), Kleine-Zeitung-Chefreporter Bernd Hecke, Antenne-Steiermark-GF Gottfried Bichler, Caritas-Sprecher Christian Taucher, GPA-Pressesprecher Martin Fill, Styria-Media-International-GF Klaus Schweighofer, Michael Eisner (Leiter Referat Kommunikation Land Steiermark), ASFINAG-Sprecher Walter Mocnik sowie FH-Joanneum-Vizerektorin Martina König.

Gerhard Koch, Martina König und Thomas Prantner; Credit: Jorj Konstantinov

Organisiert wurde der Abend vom Steirischen Presseclub gemeinsam mit der Österreichischen Medienakademie. „Wir haben seit 2025 eine Kooperation, bieten im Presseclub ganztägige Seminare an, die sehr gut angenommen werden – darum werden wir diese auch 2026 fortführen und starten schon am 28. Jänner mit unserem ,Moderationstraining‘ ins neue Bildungsjahr“, so Nikolaus Koller von der Österreichischen Medienakademie.

Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger zu Gast im Steirischen Presseclub

Gerade einmal neun Monate ist er im Amt, im Jänner wird in der Landwirtschaftskammer neu gewählt: Eine durchaus spannende Zeit also für den steirischen Landwirtschaftskammer-Präsidenten Andreas Steinegger, der am 27. 11. 2025 im Steirischen Presseclub bei einem Clubabend sehr authentisch Einblick in seinen fordernden Arbeitsalltag und die Lage der Bauern in der Steiermark gab. Rund 20 Interessierte waren dabei, als Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch mit Steinegger über die aktuellen Entwicklungen rund um die EU-Entwaldungsverordnung, den Umgang unserer Landwirte mit dem Klimawandel und den erfreulichen Trend, dass in der Steiermark viele junge Bauern Verantwortung für Betriebe übernehmen, diskutierte.

Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger im Gespräch mit Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch; Credit: Steirischer Presseclub

Steinegger, der seit März auf Tour ist und dabei land- und forstwirtschaftliche Betriebe sämtlicher Produktionssparten besucht hat, zog eine Zwischenbilanz: „Obwohl die bäuerlichen Betriebe so unterschiedlich sind, haben sie doch einige gemeinsame Themen, an denen wir arbeiten müssen. Das ist einerseits der hohe Lohn für Fremdarbeitskräfte, zum Beispiel im Weinbau, der Klimawandel und die unterschiedlichen Pflanzenschutzverordnungen in der EU. Hier müssen wir gleiche Bedingungen für alle erreichen.“ Ein weiteres Problem: Von 100 Euro, die der Konsument im Geschäft ausgibt, gehen gerade einmal 4 Euro an den bäuerlichen Erzeuger. „Wir müssen die bäuerlichen Familien stärken, denn sie sind das Rückgrat der Regionen“, so Steinegger.

Presseclub-Geschäftsführerin Alexandra Reischl, Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger und Presseclub-Präsidentin Sigrid Hroch (v. l.); Credit: Steirischer Presseclub

Bestens besuchter Clubabend mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom

Fast 30 Interessierte waren gestern Abend (13.11.2025) bei einem spannenden und hochaktuellen Clubabend mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom dabei.

Seit fast einem Jahr regiert die aktuelle Blau-Schwarze Koalition in der Steiermark, ebenso lange ist Manuela Khom Landeshauptmann-Stellvertreterin. Nun zog sie bei einem bestens besuchten Clubabend im Steirischen Presseclub Bilanz über die bisherige Regierungszusammenarbeit, sprach mit Presseclub-Geschäftsführerin Alexandra Reischl über ihre wichtigsten noch anstehenden Vorhaben und beantwortete auch tagespolitische Fragen. „Ich schätze den offenen Umgang und die konstruktive Zusammenarbeit. Wir kommen in dieser Regierung oft zu schnellen Entscheidungen, das ist sehr erfreulich“, so Khom. Wichtige Punkte auf der Agenda, die so schon abgehakt werden konnten: Bezahlkarte, Deregulierung oder das Handyverbot in Schulen. 

„Als Vertreterin der Wirtschaftspartei ÖVP ist es mir besonders wichtig, den Wirtschaftsstandort zu stärken. Das sichert Arbeitsplätze, garantiert unser Sozialsystem und letztlich auch den Wohlstand in unserem Bundesland“, erklärte die Landeshauptmann-Stellvertreterin. Der Weg dorthin führe über schnellere Verfahren, Entbürokratisierung und nicht zuletzt über ein starkes Europa.

Khom bekannte sich klar zum Medienstandort Steiermark. „Kritische und qualitätsvolle Medien sind ein wichtiges Korrektiv in der Demokratie.“ 

In der anschließenden Diskussion standen dann aktuelle Themen wie der Rücktritt Harald Mahrers und die Diskussion um die steirischen Spitalsstandorte im Mittelpunkt.

Jahresprogramm 2026 der Österreichischen Medienakademie im Steirischen Presseclub

Die erfolgreiche Kooperation wird mit fünf hochkarätigen Workshops ab Jänner fortgesetzt. Clubmitglieder zahlen für alle Seminare im Presseclub nur den vergünstigten Preis.

Auch im kommenden Jahr werden wir die erfolgreiche Kooperation zwischen der Österreichischen Medienakademie und dem Steirischen Presseclub weiterführen – insgesamt fünf ganztägige Workshops wird die Medienakademie in den Räumen des Presseclubs in Graz anbieten. Mitglieder können diese Workshops wieder zum vergünstigten Preis buchen. 

Am 28.1. startet das Moderationstraining mit Mag. Daniela Soykan-Tober, Moderation im Radio und TV (ORF Sport TV, Radio Wien). Das Ziel des Seminars ist es, Journalistinnen und Journalisten mit den nötigen Werkzeugen auszustatten, um professionelle und überzeugende Moderationen auf Bühnen und vor Publikum durchführen zu können. Information und Anmeldung:  Moderationstraining – Österreichische Medienakademie

Am 4.3. steht das Webinar „Format-Entwicklung: In 6 Stunden zum erfolgreichen Social-Media-Format“  am Programm. Dieses Webinar vermittelt Ihnen die Fähigkeiten, Mikroformate effektiv zu nutzen und innovative Storytelling-Strategien zu entwickeln.  Information und Anmeldung:  Format-Entwicklung: In 6 Stunden zum erfolgreichen Social-Media-Format – Österreichische Medienakademie

„Grundlagen und Praxis des Journalismus“ werden am 19.3. im Steirischen Presseclub vermittelt.  Was macht im Zeitalter von KI und Social Media den Kern journalistischer Arbeit aus? In diesem Workshop geht es back to the basics: Was bedeuten Nachrichtenwert, Zielgruppe und Vertrauen im Jahr 2026 noch – und wie können wir damit besser arbeiten?  Information und Anmeldung:  Grundlagen und Praxis des Journalismus – Österreichische Medienakademie

Die Medienwelt verändert sich rasant – und Künstliche Intelligenz ist dabei nicht nur ein Trend, sondern ein mächtiges Werkzeug für kreative und effiziente journalistische Arbeit. Am 27.5. steht darum „Storytelling im KI-Zeitalter: Smarte Tools für moderne Journalistinnen und Journalisten“ auf dem Programm. Information und Anmeldung:   Storytelling im KI-Zeitalter: Smarte Tools für moderne Journalistinnen und Journalisten –

Am 10.9. gibt es dann spannende Tipps und Informationen für Freie im Seminar „Freier Journalismus: Unternehmensgründung & Life Hacks“.  Wie startet man bestmöglich in die Selbstständigkeit, worauf sollte man bei Steuern und Sozialversicherung achten und welche Life Hacks und zusätzliche Einnahmequellen gibt für freischaffende Journalistinnen & Journalisten: All das erfahren Sie in diesem Workshop. Information und Anmeldung:  Freier Journalismus: Unternehmensgründung & Life Hacks – Österreichische Medienakademie